Ausra Fridrikas

Ausra Fridrikas

Ausra Fridrikas vertritt die neue Generation des österreichischen Frauenhandballs. Von Gunnar Prokop aus Russland geholt und in Österreich zur Spitzenhandballerin ausgebildet, führte sie das österreichische Team 1996 und 1999 bei den Europameisterschaften und Weltmeisterschaften zu den ersten Medaillen in der österreichischen Geschichte des internationalen Hallenhandballs. 4 Europacupsiege mit Hypo Niederösterreich und vor allem die Wahl zur Welthandballerin des Jahres 1999 macht sie weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt und somit zur Botschafterin des österreichischen Handballs.

International spielte Fridrikas zuerst für die Sowjetische Frauen-Handballnationalmannschaft (165 Einsätze), später für Litauen (86 Einsätze) und zuletzt für Österreich (133 Einsätze). Bei der Handball-Weltmeisterschaft 1990 wurde Fridrikas mit der Sowjetunion Handballweltmeisterin, mit Österreich gewann sie bei der Europameisterschaft 1996 und der Weltmeisterschaft 1999 jeweils Bronze. Bei der Weltmeisterschaft 1999 wurde Fridrikas zur „wertvollsten Spielerin“ gekürt. Bei den Olympischen Spielen 2000 stand Fridrikas in Österreichs Team und erreichte Rang fünf.

Mit Eglė Vilnius gewann Fridrikas 1988 den EHF-Pokal, mit Hypo Niederösterreich von 1993 bis 2000 durchgehend sowohl die österreichische Meisterschaft als auch den österreichischen Pokal, 1993 den Europapokal der Landesmeister und in den Jahren 1994, 1995, 1998 und 2000 die EHF Champions League. Mit Slagelse FH gewann Fridrikas 2003 den EHF-Pokal und 2004 und 2005 die Champions League. 2003 wurde sie mit Slagelse dänische Pokalsiegerin und 2003 und 2005 dänische Meisterin. 2005 kehrte Fridrikas nach Österreich zurück, sie spielte zunächst für den ZV McDonald's Wiener Neustadt, ab der Saison 2006/2007 wieder für ihren alten Verein Hypo Niederösterreich. Mit Hypo NÖ gewann sie ein weiteres Mal die österreichische Meisterschaft und den Pokal. 2007 beendete Ausra Fridrikas ihre Karriere.