13.06.2017

Die Saison der LegionärInnen im Überblick, Teil 2

Gleich 14 ÖHB-Teamspielerinnen waren in der gerade abgelaufenen Saison im Ausland engagiert. Aber nur eine konnte über Titel jubeln. Teil zwei unseres LegionärInnen-Rückblicks:

Die Vorarlbergerin Martina Goricanec gewann gleich in ihrer ersten Saison beim Schweizer Rekordmeister LC Brühl das Double. In 17 Meisterschaftsspielen erzielte sie 62 Tore. Wegen einer Oberschenkelverletzung musste sie für einige Spiele passen. In Summe verlief die erste Saison in St. Gallen für Goricanec aber höchst erfreulich.

Für Katrin Engel gab es in den vergangenen Jahren, stets Titel zu feiern. Heuer ging sie und ÖHB-Teamkollegin Beate Scheffknecht allerdings leer aus. Denn der Thüringer HC kam nach sechs Meistertiteln in Folge diese Saison nur auf Platz zwei hinter derüberlegenen SG BBM Bietigheim. Im DHB-Pokal kam scheiterten die Erfurterinnen im Halbfinale. In der Champions League erreichte der von Herbert Müller betreute THC die Hauptrunde. Scheffknecht hat ein hartes Jahr hinter sich. Zunächst musste sie sich lange Zeit mit einer Fußsohlen-Verletzung herumschlagen. Kurz vor Saisonende zog sie sich einen Fingerbruch zu. In 16 Bundesligapartien erzielte Scheffknecht 29 Tore. Engel war auch in dieser Saison eine ganz wichtige Stütze, traf in der Liga in 26 Partien 112 Mal, und verlängerte ihren Vertrag um ein Jahr. Der THC will auch in der kommenden Saison in drei Bewerben antreten, hat bei der EHF um eine Champions League-Wildcard angesucht.

Stefanie Kaiser war im vergangenen Sommer von Hypo NÖ zum VfL Oldenburg gewechselt und verlässt den Fünften der abgelaufenen Bundesliga-Saison bereits nach einem Jahr wieder. Die Kreisspielerin erzielte in 24 Partien 45 Ligatreffer. Oldenburg sammelte in den letzten acht Runden 15 Punkte. Im EHF-Cup erreichte man die Gruppenphase.

Tamara Bösch kam 2016 vom Schweizer Rekordmeister LC Brühl zum HC Leipzig und konnte auch in den ersten Bundesliga-Runden überzeugen. Am sechsten Spieltag zog sich die 28-jährige Vorarlbergerin allerdings eine Knieverletzung zu, die sie zu einer zweimonatigen Pause zwang. Bösch erzielte in 23 Ligaspielen 66 Treffer. Der finanziell angeschlagene HC Leipzig beendete die Meisterschaft auf Rang sieben und erreichte die EHF Cup-Gruppenphase.

Josefine Huber
belegte mit der HSG Blomberg-Lippe Rang neun. Die Kreisspielerin kam in allen 26 Runden zum Einsatz und zeichnete für 28 Tore verantwortlich. Huber wird in der kommenden Saison für den Thüringer HC spielen. Die 21-Jährige unterschrieb beim sechsfachen deutschen Meister einen Zweijahresvertrag. "Ich wusste, dass der THC auf der Suche nach einer Kreisspielerin war, hätte aber nicht gedacht, dass sie eine junge Spielerin nehmen", erklärt Huber.

Johanna Schindler absolvierte ihre erste Saison für FRISCH AUF Göppingen. Die 23-Jährige hatte im vergangenen Sommer nach dem Vizemeistertitel mit der Union Korneuburg den Sprung ins Ausland gewagt. In 26 Partien steuerte sie 48 Tore bei. Göppingen beendete die Saison auf dem zehnten Platz.

Torfrau Melanie Herrmann erreichte mit Aufsteiger Neckarsulmer Sportunion den zwölften Platz und somit auch den angestrebten Klassenerhalt. Carina Stockhammer TV Nellingen muss hingegen nach einer Saison in der ersten Bundesliga absteigen. Die Hornets wurden 13. Die 26-jährige Rückraumspielerin erzielte 12 Saisontreffer.

Sonja Frey wechselte im vergangenen Sommer vom Thüringer HC zu Cercle Dijon Bourgogne und konnte sich in der ersten französischen Liga ins Rampenlicht spielen. Die 24-jährige Linksaußen hatte wesentlichen Anteil am fünften Platz von Dijon. Im Sommer schlägt Frey ein neues Kapitel in ihrer Karriere auf. Als Führende der Torschützenliste wurde der französische Topklub Issy Paris auf sie aufmerksam und verpflichtete die 23-Jährige bereits im Februar für die kommende Saison. „Als ich vom THC weg bin, war das nicht einfach. Mir ging es damals darum, auf meiner Position spielen zu können und dort zu zeigen, was ich kann. Paris ist nun die nächste Herausforderung für mich“, freut sich Frey auf ihren Wechsel in die Hauptstadt.

Torfrau Petra Blazek steht seit einem Jahr beim rumänischen Verein HCM Ramnicu Valcea unter Vertrag und wird ihren Zweijahreskontrakt voll erfüllen. Das Saisonziel hat man mit Platz 7 in der Meisterschaft erreicht, kommende Saison will man sich unter die Top-5 in Rumänien spielen. Blazek: „Ich fühl mich hier wohl, der Club arbeitet sehr professionell. Die Liga ist stark und ich habe heuer viel Einsatzzeit bekommen, viel Erfahrung gewonnen. Es ist fix, dass ich auch nächste Saison hier spielen werde, das Management ist sehr zufrieden mit mir.“

Kristina Logvin
ist mit Molde Elite in die erste norwegische Liga aufgestiegen. Laura Bauer belegte mit mit Plan de Cuques in der französischen zweiten Liga Rang sieben. In der zweiten deutschen Liga war mit Romana Gerisch eine österreichische Spielerin engagiert. Sie belegte mit der FSG Mainz 05/Budenheim den elften Platz. Gerisch verpasste die letzten vier Spiele, nachdem sie sich am 23. April einen Daumenbruch zugezogen hatte.

Die Saison der LegionärInnen im Überblick, Teil 1