21.10.2008 | Positives Resümee nach Rotterdam-Turnier

Müller: "Mannschaft ist gewachsen"

„Wir haben zum Start von Polen eine echte Abreibung kassiert. Das war so ein richtiger Weckruf für die Mannschaft. Wir haben am nächsten Tag sehr gut Deckung trainiert, und danach auch ein sehr anständiges Turnier gespielt. Wir konnten uns von Tag zu Tag steigern. Das hat mir sehr gut gefallen“, so der Teamchef. Besonders positiv fiel dem Teamchef auf, dass neben der routinierten Kapitänin Engel im Laufe des Turniers immer mehr junge Spielerinnen versuchten, Verantwortung zu übernehmen. „Beate Scheffknecht hat für mich ein supergutes Turnier gemacht, sehr viele Tore erzielt. Ebenfalls hervorragen war die Leistung von Petra Blazek im Tor. Laura Magelinskas konnte sich auch von Partie zu Partie steigern. Insgesamt hat sich die Mannschaft geschlossen präsentiert, ist gewachsen.“ Rotterdam bot auch Gelegenheit, neue Systeme zu erproben. „Wir haben eine neue Abwehrformation gefunden und im Turnierverlauf auch an den ersten Sieben etwas verändert“, erläutert Müller. „Es gab also durchaus wichtige Erkenntnisse.“ Nach Pannon-Cup letzter FeinschliffIn rund einem Monat trifft die Mannschaft wieder zusammen, wird noch ein Turnier in Ungarn, den Pannon-Cup, spielen. Danach beginnt die letzte Vorbereitungsphase auf die Europameisterschaft Anfang Dezember. Derzeit stehen 28 Spielerinnen im Kader, 16 davon werden dann auch die Reise zur EM-Vorrunde ins mazedonische Ohrid antreten. Im vorläufigen Aufgebot ist auch Györ-Legionärin Gabriela Rotis Nagy, die sich nach einer Schulteroperation am Weg zurück befindet. „Sie macht bereits ganz leichte Übungen mit dem Ball“, erklärt der Teamchef, „und wir halten uns die Option offen. Es wäre super, wenn sie mit uns mitfahren könnte, momentan kann man aber noch nichts Konkretes sagen." EM: Gegen Weißrussland auf den Punkt fit seinBei der EM ist das Ziel, aus der Vorrundengruppe 3 aufzusteigen. Angesichts der Gegner eine schwierige, aber lösbare Aufgabe. „Alle Gruppen bei einer Europameisterschaft sind natürlich sehr, sehr hart. Wir werden gegen Russland und Schweden wohl eher keine Chance haben, da muss man auch realistisch sein. Wenn eine Chance besteht, dann in der Partie gegen Weißrussland. Für dieses Spiel müssen wir auf den Punkt fit sein. Mit einem Sieg könnten wir die Gruppenphase überstehen. Das wäre sicherlich ein Ziel, um das es sich zu kämpfen lohnt“, so Müller. [CHRISTOPH HAHN/ÖHB]

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