05.09.2017

Schmelz: NÖ-Mädchen & Wien-Burschen räumen ab

Das Jubiläums-Turnier ist Geschichte: Mit den  Finalspielen im Universitätssportzentrum ging am Sonntag das 25. Internationale Schmelzer Jugendhandballturnier zu Ende. Am Ende dominierten trotz starker ausländischer Konkurrenz die heimischen Teams.

Bei den Mädchen gingen in den drei Altersklassen 2005, 2003 und 2001 alle Siege nach Niederösterreich. Hypo Niederösterreich war in der Altersklasse 2001 (16:5-Sieg gegen MGA Fivers) und 2003 (25:11-Erfolg gegen WAT Atzgersdorf) erfolgreich. Bei den jüngsten (Jahrgang 2005) setzte sich der HC Vöslau durch (20:15-Sieg geen Tatabanya Kodali aus Ungarn.

Bei den Burschen durchbrach Tatabanya Kodali aus Ungarn in der Alterskategorie 2003 die österreichische Siegesserie. Die Gäste aus Ungarn gewannen 19:14 gegen die Fivers. Gastgeber WAT Fünfhaus holte sich den Titel beim Jahrgang 2005 mit einem souveränen 18:13-Sieg gegen Tatabanya Kodali (Ungarn). Union West Wien war in den Altersklassen 1999 (17:9 gegen WAT Atzgersdorf) und 2001 (18:11 gegen WAT Atzgersdorf) eine Klasse für sich,

Turnier-Organisator Ernst Stangl, der die Veranstaltung 1993 ins Leben gerufen hat, freut sich über die Entwicklung von  Österreichs größtem Turnier für den Handballnachwuchs. „Wir hätten nicht gedacht, welchen Stellenwert das Turnier international im Terminkalender einmal haben wird.“  Mit zwölf Nationen wurde der bisherige Teilnehmerrekord eingestellt. „Die Mädchen freuen sich jedes Jahr über die familiäre Atmosphäre“, sagt Jitka Janeczkova, Trainerin von Sokol Kobylisi aus Prag, die im ihrer Mannschaften zu den Stammgästen des Schmelzturniers gehört. Heuer durften die Pragerinnen mit dem Fairneßpokal heimreisen.

Zum Jubiläum war nach dreijähriger Pause wieder ein Team aus der Ukraine zu Gast auf der Schmelz in Wien. Die Mannschaft von Vyshgorod mit Betreuer Evgeny Zemlayanoyy wurde vom Turnier-Veranstalterverein WAT Fünfhaus als Solidaraktion eingeladen. Damit war es möglich, dass die jungen Ukrainer dem tristen kriegsbedingten Alltag in ihrer Heimat vorübergehend zu entkommen. Die Gastfreundschaft zeigte sich auch darin, dass die jungen Gäste aus der Ukraine in der Pfarre Akkonplatz beherbergt waren. Auch für solche Gesten weit über den Sport hinaus stand das Schmelz-Turnier in den vergangenen 25 Jahren.

www.schmelz-turnier.at

Foto © Rainer Burmann